Von Feiertagsruhe war in der Sandäckerhalle wenig zu spüren. Als das RegioTeam Stuttgart am 3. Oktober um 9:30 Uhr die Young Tigers Tübingen empfing, entwickelte sich ein temporeiches, lautes und zeitweise hektisches U14w-Duell. Zwei Mannschaften auf Augenhöhe, sichtbare Nervosität und reichlich Bewegung auf dem Feld: Dieses Regionalliga-Spiel verlangte beiden Teams einiges ab. Am Ende setzten sich die RegioTeam-Mädels unter der Leitung des Trainerduos Lukas Passon und Claudia Gutekunst mit 74:64 durch.
Für dieses Heimspiel war Stuttgart in Steinenbronn zu Gast. Den ersten Abschnitt entschieden die RegioTeam-Mädels mit 17:12 für sich. Ein guter Einstieg, aber längst kein Ruhekissen. Tübingen hielt dagegen, setzte seinen Körper ein und machte deutlich, dass jeder weitere Punkt erarbeitet werden musste.
Auch das zweite Viertel ging mit 17:14 an Stuttgart. Zur Pause stand eine 34:26-Führung – acht Punkte Vorsprung in einer Begegnung, deren Intensität sich nicht allein auf der Anzeigetafel ablesen ließ.
Nach dem Seitenwechsel meldeten sich die Young Tigers mit ihrem offensiv stärksten Viertel zurück. 23 Punkte erzielten die Tübingerinnen in diesem Abschnitt, das RegioTeam kam auf 20. Vor den letzten zehn Minuten hieß es deshalb nur noch 54:49. Fünf Punkte Abstand: Die Partie blieb offen.
Im Schlussviertel gelang Stuttgart die Antwort. Erneut 20 eigene Punkte, diesmal bei 15 Zählern der Gäste, brachten den 74:64-Endstand. Das RegioTeam hatte den Vorsprung nach dem Tübinger Aufholen wieder ausgebaut und eine anspruchsvolle Aufgabe erfolgreich gelöst.
Entschieden an der Freiwurflinie
Wie eng beide Mannschaften beieinanderlagen, zeigt ein Blick auf die Wurfstatistik: Beide Teams trafen 29-mal aus dem Feld. Stuttgart gelangen 28 Zweier und ein Dreier, Tübingen verbuchte 29 Zweier. Ein wesentlicher Unterschied entstand an der Freiwurflinie: Hier erzielte das RegioTeam 15 Punkte, die Young Tigers sechs.
Die körperbetonte Spielweise der Gäste führte zu zahlreichen Foulpfiffen und Unterbrechungen, die den Spielfluss immer wieder bremsten und Stuttgart Möglichkeiten an der Linie eröffneten. Insgesamt standen 27 persönliche Fouls auf Tübinger Seite und 20 beim RegioTeam zu Buche. Trotz aller Intensität blieb die Begegnung fair und ohne größere Verletzungen.
Nach dem 82:50-Auftakt gegen Ulm war dieser Erfolg eine andere Art von Bewährungsprobe. Tübingen rückte dem RegioTeam im dritten Viertel wieder näher – Stuttgart hielt dagegen. Ein Sieg, aus dem die neu formierte Mannschaft neben den Punkten auch Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben mitnehmen kann.